3. Überraschendes Treffen - Der Fotograf

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Ein kleiner Mensch mit einem sehr komischen Gesicht sah mich durch das Objektiv an. Seine Kleider bestanden aus vielen Stofffetzen und irgendwelchen Ästen und Blätter aus dem Wald. Seine Hände waren zu gross für seinen Körper, sowie auch seine Füsse. Ich fragte mich, ob das ein kleinwüchsiger Mensch war, welcher im Wald lebte. Um diese Frage zu klären, blickte ich vom Sucher weg und wollte ihn ansprechen. Jedoch war er nicht mehr zu sehen. Ein weiterer Blick durch den Sucher und er erschien vor mir. Ich konnte mich vor Angst nicht mehr bewegen.

„Entschuldigung… Sie… Wer sind Sie?“

Und plötzlich schaute er mich mit grossen Augen an. Anscheinend hat er auch Angst vor mir und rannte sofort aus dem Bild. Er war sehr flink, sodass ich nicht einmal mit der Kamera nachkam.

„Ich will Sie nicht erschrecken. Es tut mir leid. Ich heisse Dany, wer sind Sie?“

Es kam nichts zurück. Geduldig wartete ich, bis er wieder erschien, jedoch ohne Erfolg. Und um mein Auge hatte ich ein eingedrücktes Viereck vom Sucher bekommen. Ich schraubte die Kamera ab, verstaute sie in die Tasche und ebenfalls packte ich mein Stativ in ihre mitgelieferte Tasche ein. Enttäuscht dass ich kein gutes Bild gemacht hatte und dass ich den kleinen Mensch nicht mehr gesehen hatte, trat ich die Heimreise an.

Da hörte ich Blätter zischen und nam ein rütteln im Gebüsch wahr. Sofort griff ich in meine Kameratasche und blicke wieder durch den Sucher durch. Sein Körper war nicht zu sehen, jedoch seine grossen Füsse, welche durch das Gebüsch nach aussen ragten. Belustigt lachte ich darüber.

„Bitte bitte ich tu dir nichts. Ich heisse Dany, wer bist du?“

Seine grossen Hände scheibten die Äste von seinem Gesicht und er schaute mich mit Hundeaugen an, welche nicht einmal die süssesten Kinder haben können. Langsam kam er zu mir näher.

„Sprich mit mir, wer bist du?“

Er sagte etwas, aber ich verstand nichts. Auch nach genauem Hinhören konnte ich keinen Satz verstehen. Vielleicht war es eine Sprache, welche ich nicht kann. Aber auch meine Versuche in Englisch scheiterten. Er kam immer näher zu mir, sodass das Bild unscharf wurde. Vor lauter Aufregung hatte ich das Funktionswählrad gedreht, anstatt die Schärfe beim Objektiv einzustellen.

Durch das Drehen des Rades sprang ich von Funktion zu Funktion und dazwischen konnte ich einen Satz verstehen. Hysterisch suchte ich nach der Funktion, welche mich wissen lässt, was er sagte.

2. Das Streben Nach Perfektion - Der Fotograf

4. Bekanntschaft - Der Fotograf

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